Herzlich Willkommen

... auf der Seite des Vereins für Krisenintervention und Notfallseelsorge Dresden e.V.

Hier erfahren Sie alle Neuigkeiten über unseren Verein, zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, sich über unsere Arbeit zu informieren. Außerdem finden Sie Informationen rund um das Thema psychosoziale Notfallversorgung.

Wenn Sie Interesse an unserer Arbeit haben oder uns unterstützen möchten, freuen wir uns sehr über Ihre Kontaktanfrage.

Kleiner Rückblick auf unseren Fachtag vom 01...

Am 01.09.2018 war es soweit, nach wochenlanger Vorbereitung konnte unser Fachtag, anlässlich des 15jährigen Vereinsjubiläums, endlich stattfinden.
 
Bereits ab 07:30 Uhr morgens fanden sich einige fleißige Helfer unseres Teams im MTZ ein, um die letzten Verbreitungen zu treffen, sodass wir pünktlich um 08:30 Uhr mit der Registrierung unserer Teilnehmer beginnen konnten.

Wir danken noch einmal dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden für die kostenlose Nutzung der Räumlichkeiten des MTZ.
 
Insgesamt nahmen rund 120 Personen aus ganz Sachsen sowie u.a. aus unserem Partnerverein, dem Kriseninterventionsteam kit Wesermarsch e.V., aus Wolfsburg und Bielefeld teil. Unsere Teilnehmer gehörten einerseits zu verschiedensten KIT & NFS Teams bzw. zu Einsatznachsorgeteams, andererseits kamen sie aus Bereichen der Medizin, Psychologie, des Rettungsdienstes, der Polizei oder aus Hilfsorganisationen. 
 
Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den Verein richtete der Amtsleiter des Brand- und Katastrophenschutzes, Herr Andreas Rümpel, ein paar Grußworte an die Teilnehmer und dankte dem Verein für die wertvolle Arbeit.
 
Den Auftakt unserer Vortragsreihe bildete unser Vorstandsvorsitzender, Herr Tom Gehre, mit seinem Vortrag über die Entstehung und Entwicklung des Vereins, im Laufe der letzten 15 Jahre. Zu Beginn seines Vortrags warf er, in Form einer kurzen Rede, durchaus kritisch einige Fragen bezüglich der stetigen Entwicklung des Bereichs PSNV auf und richtete gleichermaßen Dankesworte an die Vereinsmitglieder. Anschließend nahm er die Teilnehmer mit auf eine kleine Zeitreise, kommentierte und reflektierte Meilensteine ebenso wie kritische Momente der Vereinsgeschichte.
 
Im zweiten Vortrag gab Herr Manuel Mahnke, der Berliner Feuerwehr, Einblicke in die Geschehnisse des Terroranschlages am Berliner Breitscheidplatz vom Dezember 2016. Hierbei wurde ein chronologischer Ablauf der Ereignisse berichtet und auch hier fand eine kritische Auseinandersetzung mit den stattgefundenen Maßnahmen statt. Ein Einblick erfolgte auch in die psychosoziale Nachbetreuung der Einsatzkräfte.
Anschließend folgte die Mittagspause. Unser Dank geht hier noch einmal an den DRK Kreisverband Dresden-Land e.V., deren Mitglieder bereits seit 09:00 Uhr auf dem Vorplatz des MTZ mit einer Gulaschkanone zu Werke waren, um den Teilnehmern ein tolles Mittagessen zu zaubern! Danke in diesem Zusammenhang auch an die UKD Service GmbH, für die stetige Kaffeeversorgung!
Direkt nach der Mittagspause folgte der dritte und letzte Vortrag vor den Workshops. Herr Simon Finkeldei, der AETAS Kinderstiftung aus München (www.aetas-kinderstiftung.de), berichtete über die Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Dabei dürfte den Teilnehmern vor allem die bildliche Sprache, mithilfe der „Fingeraugen“ und des Leuchtturmes, in Erinnerung bleiben und viele Anregungen für zukünftige Einsätze mit diesen Altersgruppen geben.
 
Nach einer kurzen Pause starteten die Teilnehmer in ihre Workshops, insgesamt fanden zwei Workshopblocks zu je 90 Minuten statt.
 
Workshop 1, unter der Leitung von Sebastian Hoppe aus Berlin (Notfallseelsorge/Krisenintervention Berlin), befasste sich mit den Ereignissen Eschede sowie Bad Aibling und dem Fazit, das wir aus beiden Einsätzen für die Vorbereitung auf Großschadenslagen ziehen können. Dabei wurden Ergebnisse aus Experteninterviews und die Veränderungen, welche zwischen beiden Ereignissen im Bereich der PSNV stattfanden, sowie deren Auswirkungen, vorgestellt.
 
Im Workshop 2, unseres Polizeipfarrers Christian Mendt, diskutierten die Teilnehmer Grenzen und Schnittstellen der gemeinsamen Arbeit im Einsatz und blickten kritisch darauf, wo unsere Arbeit als Ehrenämtler beginnt und wo sie ihre Grenzen findet. Dabei wurde auch auf die Sicht- und Herangehensweise der Polizei näher eingegangen und überlegt, wie die gegenseitige Kommunikation verbessert werden könnte.
 
Workshop 3, durchgeführt von Edith Kudla und Andrea Bollmann, widmete sich dem Thema KinderTrauerTreff. Nach einer kurzen Einführung zum Thema Trauer im Kindes- und Jugendalter erfuhren die Teilnehmer auf sehr praktische Art und Weise, wie die Treffen dieses Angebotes der Malteser (www.malteser-dresden.de) ablaufen und welche Möglichkeiten den Kindern und Jugendlichen dort zur Verfügung stehen.
 
Im Workshop 4, geleitet von Melanie Künzel und Theresia Noack, der Traumaambulanz Seelische Gesundheit (https://www.uniklinikum-dresden.de/de/das-klinikum/kliniken-polikliniken-institute/pso/patienteninformationen/poliklinik/traumaambulanz-seelische-gesundheit) konnten sich die Teilnehmer näher über das Angebot sowie die Zugangswege zur Traumaambulanz informieren. Erklärt wurden zudem Inhalte und Wirkungsweise von Traumatherapie, wobei es auch die Möglichkeit gab, eine Übung selbst praktisch auszuprobieren.
 
Im Workshop 5, unseres Vereinsmitglieds Franziska Epple, befassten sich die Teilnehmer mit dem Thema Psychohygiene und Selbstfürsorge, lenkten den Blick darauf, was ihnen selbst in stressigen Zeiten Gutes tut und bekamen praktische Übungen an die Hand, die sich teilweise auch im Einsatz mit Betroffenen anwenden lassen können.
 
Workshop 6, unter der Leitung unseres Vorstandsvorsitzenden Tom Gehre, widmete sich dem Thema PSNV in Großschadenslagen. Vorgestellt wurden hier verschiedene Einsatzlagen und Konzepte sowie die Herangehensweisen aus Sicht der PSNV.
 
Zum Abschluss unseres Fachtages versammelten sich alle Teilnehmer und Referenten nochmals im Hörsaal, um der Verabschiedung sowie den Dankesworten zu lauschen, bevor dann alle, pünktlich um 18:45 Uhr, den Heimweg bzw. die Heimreise antreten konnten.
Wir danken allen Teilnehmern, Referenten und Workshopleitern und freuen uns sehr über das positive Feedback, welches uns über verschiedenste Kanäle erreicht hat. So blicken wir zufrieden und stolz zurück auf diesen Tag. Für unser Team war es eine große Herausforderung und wir sind erfreut darüber, wie unsere Mitglieder die Vorbereitungen und die Durchführung gemeinsam gestaltet und gemeistert haben.

Fachtag am 01.09.2018

Anlässlich unseres 15jährigen Vereinsjubiläums veranstalten wir am Samstag, den 01.09.2018, einen Fachtag.

Ab sofort ist die Anmeldung zum Fachtag per eMail, mit Angabe des vollständigen Namens, des Vereins/der Organisation sowie den gewünschten Workshops, an fachtag@kit-dresden.de möglich.

Wir freuen uns auf einen interessanten Fachtag!

Großeinsatz zur Evakuierung nach Bombenfund

Auch wir waren die letzten Tage mit unseren Mitgliedern, aufgrund der Bombenentschärfung, im Einsatz.

Wir unterstützten die anderen Einsatzkräfte bei der Betreuung der Betroffenen in den Notunterkünften. So sprachen wir viele Betroffene an, kamen mit ihnen ins Gespräch über aktuelle Sorgen und Bedürfnisse, konnten bei Unsicherheit zur Beruhigung beitragen und bei vielen Fragen beratend zur Seite stehen.

Insgesamt waren wir zu Spitzenzeiten mit 10 PSNV-Kräften vor Ort und agierten als Einsatzunterabschnitt mit einem Leiter und Abschnittsleiter PSNV.

Wir danken dem DRK Kreisverband Dresden e. V., DRK Kreisverband Dresden Land e.V., DRK Kreisverband Freital e.V. und allen anderen beteiligten DRK Kreisverbände, dem Malteser Einsatzdienste Dresden e.V. sowie dem Malteser Einsatzdienste Leipzig e.V. und der Feuerwehr Dresden für die hervorragende und wertschätzende Zusammenarbeit.

Ein großes Lob geht des Weiteren an das Pflegepersonal der verschiedenen betroffenen Pflegeeinrichtungen, welche sich wirklich sehr fürsorglich um ihre Bewohner gekümmert haben.

Nicht zuletzt möchten wir unseren Mitgliedern für ihre Einsatzbereitschaft danken und auch den umliegenden Krisenintervention- & Notfallseelsorgeteams, welche sich bereit gehalten haben, um uns eventuell abzulösen.

Einführung von Nachsorgebriefen

Am 12.02.2018 verließ der erste Nachsorgebrief den Weg zu einem Betroffenen.

Seit diesem Jahr führt unser Verein bei Personen, welche im Rahmen eines Einsatzes durch unsere Mitglieder betreut wurden, eine Nachsorge per Brief durch.

Konkret bedeutet das, dass der Betroffene nach 6 Wochen über den Postweg einen Nachsorgebrief erhält. Inhalt dieses Briefes ist u.a. ein Anschreiben, das dem Betroffenen noch einmal die Möglichkeit bietet, seine Situation mit etwas Abstand zu reflektieren und darüber nachzudenken, ob es vielleicht doch sinnvoll ist, noch zusätzliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Die Nachsorgebriefe werden in zwei Kategorien unterteilt. Einerseits in Betroffene, welche einen für sie sehr nahestehenden Menschen durch einen Todesfall verloren haben und andererseits in Betroffene, welche Zeugen, Ersthelfer oder Beteiligte eines potenziell traumatischen & belastenden Ereignis waren, sogenannte Sekundär-Betroffene.

6 Wochen nach dem Ereignis spricht man in der Regel von einer wichtigen Zeit. Bei Sekundär-Betroffenen sollte nach dieser Zeit erkennbar sein, ob sich Symptome einer potenziellen PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung) manifestieren und bei Angehörigen ist es nach den ersten Wochen, nachdem viel Organisatorisches erledigt werden musste, Zeit, um noch einmal in sich zu gehen und sich zu fragen, wie es mir geht und wie es weiter gehen könnte.

Des Weiteren enthält der Nachsorgebrief einen Feedbackbogen, mit dem der Betroffene anonym eine Einschätzung unserer Arbeit vornehmen und uns entsprechend Rückmeldung geben kann. Anschließend hat er die Möglichkeit, uns diesen Bogen kostenfrei, in einem beigefügten frankierten Rückumschlag, zurück zu senden.

Wir wollen auf diese Weise den Betroffenen vermitteln, dass wir weiter an sie denken, dass wir sie nicht ganz alleine lassen und sie die Situation nochmal mit etwas Abstand beurteilen können. Eine kleine Hilfestellung dazu leisten wir.

Zusätzlich erhoffen wir uns durch die Rückmeldebögen ein Feedback zu unserer Arbeit und hoffen, daraus wertvolle Aspekte zu ziehen, um unsere Tätigkeit am Betroffenen weiter stetig zu optimieren und zu verbessern.

Wir werden Ende des Jahres ein Resümee ziehen und darüber berichten.

Spendenkonto

Krisenintervention und Notfallseelsorge Dresden e.V.

Kontonummer: 3120041059
IBAN: DE88 8505 0300 3120 0410 59
BLZ: 850 503 00
BIC: OSDDDE81 XXX
Bank: Ostsächsische Sparkasse

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