Notfallübung am Dresdner Flughafen

Am Vormittag des 17.09.2017 probten rund 400 Einsatzkräfte für den Ernstfall eines Flugzeugunfalls am Flughafen Dresden. Neben der Rettung und Versorgung zahlreicher Verletzter war auch die Betreuung von Angehörigen sowie die Erprobung der Zusammenarbeit und tiefere Vernetzung verschiedener Organisationen ein Teil der Übung.

Somit begann der Samstagvormittag kurz vor 08:00 Uhr mit einer internen MANV-Alarmierung für unsere Vereinsmitglieder, die sich anschließend an der Feuerwache Übigau versammelten und geschlossen den Dresdner Flughafen anfuhren. Insgesamt waren wir mit 13 Mitgliedern des Vereins sowie weiteren 5 Mitgliedern der Flughafenseelsorge vor Ort.

 

Aufgaben der Psychosozialen Notfallversorgung bestanden u.a. darin, der Einsatzleitung einen Fachberater PSNV zur Verfügung zu stellen und Einsatzabschnitte zu bilden, um einerseits Angehörige der Verletzten und andererseits unverletzte Personen zu sammeln und diese nach einer Sichtung einer notwendigen Begleitung durch PSNV-Kräfte zuzuführen.

Wir danken allen Beteiligten, die diese Übung möglich gemacht haben. Unsere weitere Aufgabe besteht nun darin, alle gesammelten Erfahrungen auszuwerten und in unsere Pläne zur Versorgung im Großschadensfall einfließen zu lassen, sodass wir im Ernstfall noch besser gerüstet sind.

Einsatzbilanz nach dem ersten Halbjahr 2017!

Wow, nach dem ersten Halbjahr ziehen wir eine erste Bilanz zu unserer Einsatzstatistik.
Insgesamt wurden wir bisher 135x alarmiert. Dies entspricht einem neuen Hochstand.
Wir möchten uns dafür bei den vielen Einsatzkräften vom Rettungsdienst, der Feuerwehr, der Polizei und der Leitstelle schon einmal bedanken.
Natürlich geht der Dank auch an unsere Mitglieder, welche diese hohe Anzahl an Einsätzen bewältigen.

Genauere Details zur Statistik findet ihr hier: http://kit-dresden.de/jahresstatistik-2017/

Aufruf zur Registrierung bei der DKMS

Unser Ehrenamt ist anspruchsvoll, unsere Mitglieder machen diese schwierige Tätigkeit aus Überzeugung. Sie sind für Menschen nach schier ausweglosen Situationen und Schicksalsschlägen da. Sie halten Hilflosigkeit gemeinsam aus und versuchen in manchen Situationen Wege und Perspektiven aufzuzeigen.

Doch manchmal brauchen auch wir Unterstützung. Vor kurzer Zeit haben wir erfahren, dass ein Mitglied unseres Vereins an Leukämie erkrankt ist. Wir wollen nicht hilflos sein, sondern wir wollen euch bitten, euch bei der DKMS registrieren zu lassen.

Besucht dazu einfach die Homepage: www.dkms.de und lasst euch alle notwendigen Materialien dazu zuschicken. Es geht übrigens auch ohne Blutentnahme.
Für Menschen mit Leukämie ist es oft die einzige Chance um langfristig zu überleben!

100. Einsatz in diesem Jahr

Heute Morgen fuhr ein Mitglied unseres Vereins den 100. Einsatz in diesem Jahr.

Das sind bereits 17 Einsätze mehr als im vergangenen Jahr zur gleichen Zeit.

Hinter dieser Zahl stehen unzählige einzelne Schicksale von Betroffenen.

Wir danken allen Einsatzkräften dafür, dass ihr immer wieder an uns denkt und dadurch den Betroffenen eine Begleitung durch uns zukommen lasst. Ein Dank gilt natürlich auch unseren Mitgliedern, welche immer wieder diese hohe Anzahl an Einsätzen bewältigen und in diesen ersten schwierigen Stunden für die Betroffenen da sind.

MANV 1 – Einsatz in Dresdner Jugendherberge

Am 09.05.2017 um 21:25 wurde unser Team mit dem Einsatzstichwort „MANV 1“ in eine Dresdner Jugendherberge alarmiert, nachdem ein Mann Schüler mit einem Messer bedrohte und Reizgas versprühte.

Aufgrund der Einsatzmeldung entschlossen wir uns dazu, bereits mit 5 Mitgliedern anzufahren.

Beim Eintreffen am Einsatzort stellte sich eine komplexe Betreuungslage dar. Insgesamt befanden sich 41 betroffene Personen vor Ort.

Nach einer eigenen Sichtung der betroffenen Schüler wurden insgesamt 16 Einzelgespräche geführt. Zwei verletzte Schüler wurden ins Krankenhaus begleitet und andere Schüler bei der Befragung der Polizei unterstützt.

Die restlichen Personen wurden in der Gruppe weiter betreut. Im Anschluss unterstützten wir bei der Zusammenführung von Eltern und deren Kindern.

Aufgrund des hohen Bedarfes waren wir insgesamt mit 9 Mitgliedern (1x Leiter PSNV / 8x PSNV Kraft) vor Ort.

Wir möchten uns bei allen Einsatzkräften für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken. Es war unkompliziert und stets auf Augenhöhe.

Ein Dank gilt natürlich auch unseren Mitgliedern, welche teilweise bis 03:00 Uhr nachts im Einsatz waren. Ihr seid klasse und auf euch war Verlass.

Der Einsatz zeigt, wie wichtig es ist, dass PSNV in die Alarm- & Ausrückeordnung bei MANV integriert ist. So konnten wir innerhalb kürzester Zeit allen Betroffenen eine adäquate akute Begleitung zukommen lassen.

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Foto: ©MDR Thüringen

Ausbildungsbeginn

Am 21.04.2017 haben sieben neue KIT-Mitglieder die Basisausbildung Psychosoziale Notfallversorgung begonnen. Während sich die „Neulinge“ am ersten Tag viel mit Kennenlernen untereinander und dem Auseinandersetzen mit ihrer eigenen Motivation ins KIT zu kommen, auseinandersetzten, ging es an den beiden darauffolgenden Tagen schon inhaltlich zur Sache.

 

An den Vorgaben des BBK orientiert, ging es am Samstag in 10 Unterrichtseinheiten (UE; á 45 Minuten) um die Geschichte und Grundlagen der Psychosozialen Notfallversorgung sowie den Bereich Grundlagen der Psychologie. Die Teilnehmenden erfuhren so alles Wichtige über Stress, Krisen und die akuten Belastungsreaktion sowie für ein umfangreiches Hintergrundwissen auch Einiges zur posttraumatischen Belastungsstörung und vieles mehr. Obwohl es sich um sehr theoretische Inhalte handelte, wurden die Themen mit einigen praktischen Übungen aufgelockert. Welche persönlichen Krisen habe ich selbst schon durchlebt und wie habe ich sie gemeistert? Wie erkläre ich einem Angehörigen, auf welche Beschwerden man in der Zeit nach einem belastenden Ereignis achten sollte? Auch zur Einsatzpraxis konnte das ein oder andere bereits nachgefragt werden. Nach Wiederholung und Auffrischung ging es am Sonntag darauf in 6 UE unter anderem um die Darstellung der klinischen Fachgebiete und Therapien nach traumatisierenden Ereignissen. So haben die Teilnehmenden erfahren, auf wen oder was Betreute aus dem KIT-Einsatz möglicherweise später in der Behandlungskette treffen könnten.

 

Das Feedback der Kursteilnehmenden war überwiegend positiv. Die meisten konnten es nicht erwarten, dass die Ausbildung endlich begann. Wissenszuwachs im medizinisch-psychologischen Bereich wurde sehr begrüßt, die Gruppe als solches hat sich augenscheinlich untereinander sehr gut verstanden und ist enger zusammengerückt.

 

Der nächste Kurstermin wird in vier Wochen sein. Nach einer Wiederholung und Klärung der wichtigsten Themen aus dem vergangenen Kurswochenende, soll es insbesondere um Kultur und Religion gehen. Desweiteren lernen die Teilnehmer Theoretisch und Praktisch die Arbeit der Rechtsmedizin sowie die der Kriminalpolizei kennen.

Insgesammt umfasst die Ausbildung 126 Theoretische UE.

 

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Schulungen für Großschadenslagen

Einsätze mit einer Vielzahl an Verletzten und Betroffenen gewinnen seit den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Seit 2016 finden in unserem Verein daher regelmäßig Schulungen zum Thema „Großschadenslagen aus Sicht von PSNV“ statt. Jedes Mitglied im aktiven Einsatzdienst muss mindestens einmal im Jahr den aktuellen Teil der aufeinander aufbauenden Weiterbildungsreihe besuchen.
Neben der Einführung einer Checkliste zum strukturierten Vorgehen der ersteintreffenden PSNV-Kraft am Einsatzort werden in diesem Jahr auch spezielle Aspekte der Psychosozialen Notfallversorgung in einer komplexen Betreuungslage, in einem Massenanfall von Verletzten und im Falle von Katastrophen vermittelt.

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Schulung des Rettungsdienstpersonales

„Seit diesem Jahr hat unser Verein die Möglichkeit, die Arbeit der
Psychosozialen Notfallversorgung, bei der jährlichen Zertifizierung des
Rettungsdienstpersonals in Dresden vorzustellen.

In insgesamt 4 Unterrichtseinheiten erfolgt zunächst eine Vereinsvorstellung. Anschließend werden den Teilnehmern, anhand von Fallbeispielen, wichtige Tipps im Umgang mit Betroffenen im Einsatz vermittelt.

So ist es uns in diesem Jahr möglich, das gesamte Rettungsdienstpersonal
(Notfallsanitäter, Rettungsassistenten und Rettungssanitäter) zu schulen
und ihnen unsere Arbeit näher zu bringen.

Bedanken möchten wir uns hiermit bei dem Bereich Aus- und Fortbildung der
Berufsfeuerwehr Dresden, welcher uns durch die Einbindung dieses Themas zeigt, welchen Stellenwert die Psychosoziale Notfallversorgung hat und uns den direkten Austausch darüber mit dem Rettungsdienstpersonal ermöglicht.“

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Offener Brief an Mitglieder und Unterstützer

Liebe Mitglieder,

Weihnachten steht kurz vor der Tür und das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu.

Wir als Vorstand, wollen nochmal die Gelegenheit, nutzen um euch auf diesen Weg unseren Dank auszudrücken.

Der Verein Krisenintervention und Notfallseelsorge e.V., hat in den letzten Jahren eine fortschreitende Entwicklung genommen. In vielerlei Hinsicht haben wir ein gutes Bild angenommen, auch wenn noch vieles zu tun ist oder verbessert werden kann.

Unser Dienst am Menschen gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird immer mehr in Anspruch genommen. Die Akzeptanz bei den Einsatzkräften und unseren Unterstützern steigt und auch regional erhält unser Verein auch in der breiten Öffentlichkeit mehr und mehr Zuspruch.

All das wäre nicht ohne euch liebe Mitglieder möglich.

Egal ob als aktives Mitglied im Einsatzdienst, als Fördermitglied oder einfach nur als Mitglied, welches mit seinen Fähigkeiten, die viele Arbeit in unserem Verein unterstützt. Ihr alle tragt dazu bei, dass Menschen in schwierigen Situationen beigestanden wird, dass sie nicht alleine sind und sowohl Menschliche als auch adäquate fachliche Begleitung erhalten.

Es ist in unser schnelllebigen Zeit nicht mehr selbstverständlich, sich in einem solchen anspruchsvollen Ehrenamt zu engagieren. Ihr seid für Menschen in für den Moment scheinbar ausweglosen Situationen da, haltet unheimlich schwer zu ertragende Situationen aus und findet dabei noch das ein oder andere Wort. Ihr seid Mensch, Freund, Struktur Geber, Organisator und noch vieles mehr.

Was ihr verdient ist Respekt, Anerkennung und Würdigung. Leider erhält unser Dienst das manchmal noch zu wenig.

Wir danken euch für euren Einsatz, eure Unterstützung durch Gaben oder Geld, welches wir leider noch, durch Fördermitglieder und Sponsoren benötigen um dieses Ehrenamt auf einem gewissen Niveau auszuüben.

Außerdem möchten wir euch auch danken, für eure Geduld, manchmal dauert es auch bei uns seine Zeit bis etwas vollendet werden kann.

Der Vorstand wünscht euch allen ein gesegnetes besinnliches Weihnachtsfest, im Kreise derer, die euch am Herzen liegen. Genießt die Zeit und habt ein paar schöne, hoffentlich stressarme Tage.

Kommt gesund ins neue Jahr und wir freuen uns auf das neue Jahr mit euch. Alle, welche Dienst in welcher Form auch immer haben, wünschen wir ruhige Arbeit und Bereitschaftsstunden.

Liebe Grüße

Vorstand

Krisenintervention & Notfallseelsorge Dresden e.V.

 

Spende an unseren Verein

Unser Verein kann sich über eine Spende in Höhe von ca. 1000€ freuen.
Die Summe setzt sich aus dem Erlös der Honorare zusammen, welche Pfarrer für das „Wort zum Sonntag 2016“ in der DNN (Dresdner Neuste Nachrichten) erhalten und wurde am 05.12.2016 symbolisch überreicht.
Als gemeinnütziger Verein sind wir immer wieder auf Spenden und andere  Unterstützung angewiesen. Wir sagen Danke und freuen uns für das entgegengebrachte Vertrauen sowie die Würdigung unserer Arbeit. Einen Bericht zur Spendenübergabe gibt es am kommenden Sonntag in der DNN zu lesen.

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(Szene nachgestellt)

Spendenkonto

Krisenintervention und Notfallseelsorge Dresden e.V.

Kontonummer: 3120041059
IBAN: DE88 8505 0300 3120 0410 59
BLZ: 850 503 00
BIC: OSDDDE81 XXX
Bank: Ostsächsiche Sparkasse

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